CEO4Climate meets Climate Tech Startups


Wie arbeiten Grossunternehmen und Climate Tech Startups erfolgreich zusammen, um ihre Netto-Null-Ziele zu erreichen? Rund 40 CEOs aus allen Branchen haben sich dazu mit Startup-Gründer*innen vernetzt. Im Fokus stand ein Speeddating mit 12 Startups aus den Bereichen Energiespeicherung, Energieeffizienz, Carbon Dioxide Removal (CDR), Kreislaufwirtschaft, Dekarbonisierung der Industrie und Biodiversität, welche sich mit den Entscheidungsträger*innen der Grossunternehmen austauschten.
Community Insights
von CEO4Climate
11.05.2026

Der Austausch machte deutlich: Die Transformation hin zu Netto-Null ist längst mehr als ein klimapolitisches Ziel – sie wird zu einem strategischen Faktor für Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz. Die Zusammenarbeit zwischen Grossunternehmen und Climate Tech Startups, die bestehende Geschäftsmodelle herausfordern und neue Lösungsansätze entwickeln, bietet neue Chancen mit viel Potenzial – gerade für Grossunternehmen eröffnen sich durch solche Kooperationen schnellere Innovationszyklen.

Fotografie: Patrik Fuchs
Weitere Bilder finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Key Community Insights

Erwartungshaltungen klar kommunizieren

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Grossunternehmen und Startups beginnt mit klaren, expliziten Erwartungen auf beiden Seiten. Bei Pilotprojekten müssen Timeline, Entscheidungsprozesse und Ziele von Beginn an festgelegt sein, damit – insbesondere das Startup –  planen und priorisieren kann. Das bedeutet beispielsweise, dass bei Beteiligungen Minderheitsaktionär*innen keinen Einfluss auf das operative Geschäft nehmen. Governance, Rollenverteilungen und Verantwortungsbereiche müssen sauber getrennt werden, um Reibungsverluste zu vermeiden.

Unterschiedliche Geschwindigkeiten in Prozessen und Entscheidungen beachten

Grossunternehmen und Startups funktionieren unterschiedlich: Ein Startup ist darauf angewiesen, innert kurzer Zeit konkrete, messbare Resultate zu liefern. Lange Entscheidungswege und hohe Reporting-Anforderungen können die kurzen Innovationszyklen von Startups bremsen.

Die Finanzierungs-Roadmap ist entscheidend

Für Startups ist Fianzkapital der zentrale Engpass. Eine realistische Finanzierungs-Roadmap von Pre-Seed bis zum Exit mit klaren, messbaren Meilensteinen ist deshalb entscheidend. Grossunternehmen müssen deshalb die Entwicklungsphase des Startups sowie die Art und Umfang der Finanzierung verstehen.

Eine klare Linie in der Zusammenarbeit ist wichtig

Eine enge Zusammenarbeit mit einem Grossunternehmen schafft für Startups Chancen, mitunter aber auch riskante Abhängigkeiten. Verzögerte Entscheidungen – etwa wegen Führungs- oder Strategiewechseln im Konzern – können Startups existenziell gefährden. Solche Verzögerungen lassen sich oft nicht kompensieren, weil Alternativen fehlen. Hohe Geschwindigkeit und Verlässlichkeit sind daher entscheidend.

Den Startup-Exit immer vor den Augen halten

Das Ziel eines Startups ist meist der strategische Ausstieg von Gründer*innen und Investor*innen. Grossunternehmen sollten sich deshalb in der Zusammenarbeit früh fragen, ob ein Startup-Kauf zu einem späteren Zeitpunkt Sinn macht – und damit, ob ein potenzieller Kauf durch die Konkurrenz vertretbar ist. Eine allzu enge Beziehung kann dazu führen, dass das Interesse anderer Käufer schwindet und damit der Wert des Startups geschwächt wird.

Die Climate Tech Startups

Vielen Dank für den Austausch!