Der Austausch machte deutlich: Die Transformation hin zu Netto-Null ist längst mehr als ein klimapolitisches Ziel – sie wird zu einem strategischen Faktor für Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz. Die Zusammenarbeit zwischen Grossunternehmen und Climate Tech Startups, die bestehende Geschäftsmodelle herausfordern und neue Lösungsansätze entwickeln, bietet neue Chancen mit viel Potenzial – gerade für Grossunternehmen eröffnen sich durch solche Kooperationen schnellere Innovationszyklen.





Fotografie: Patrik Fuchs
Weitere Bilder finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Key Community Insights
Erwartungshaltungen klar kommunizieren
Eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Grossunternehmen und Startups beginnt mit klaren, expliziten Erwartungen auf beiden Seiten. Bei Pilotprojekten müssen Timeline, Entscheidungsprozesse und Ziele von Beginn an festgelegt sein, damit – insbesondere das Startup – planen und priorisieren kann. Das bedeutet beispielsweise, dass bei Beteiligungen Minderheitsaktionär*innen keinen Einfluss auf das operative Geschäft nehmen. Governance, Rollenverteilungen und Verantwortungsbereiche müssen sauber getrennt werden, um Reibungsverluste zu vermeiden.
Unterschiedliche Geschwindigkeiten in Prozessen und Entscheidungen beachten
Grossunternehmen und Startups funktionieren unterschiedlich: Ein Startup ist darauf angewiesen, innert kurzer Zeit konkrete, messbare Resultate zu liefern. Lange Entscheidungswege und hohe Reporting-Anforderungen können die kurzen Innovationszyklen von Startups bremsen.
Die Finanzierungs-Roadmap ist entscheidend
Für Startups ist Fianzkapital der zentrale Engpass. Eine realistische Finanzierungs-Roadmap von Pre-Seed bis zum Exit mit klaren, messbaren Meilensteinen ist deshalb entscheidend. Grossunternehmen müssen deshalb die Entwicklungsphase des Startups sowie die Art und Umfang der Finanzierung verstehen.
Eine klare Linie in der Zusammenarbeit ist wichtig
Eine enge Zusammenarbeit mit einem Grossunternehmen schafft für Startups Chancen, mitunter aber auch riskante Abhängigkeiten. Verzögerte Entscheidungen – etwa wegen Führungs- oder Strategiewechseln im Konzern – können Startups existenziell gefährden. Solche Verzögerungen lassen sich oft nicht kompensieren, weil Alternativen fehlen. Hohe Geschwindigkeit und Verlässlichkeit sind daher entscheidend.
Den Startup-Exit immer vor den Augen halten
Das Ziel eines Startups ist meist der strategische Ausstieg von Gründer*innen und Investor*innen. Grossunternehmen sollten sich deshalb in der Zusammenarbeit früh fragen, ob ein Startup-Kauf zu einem späteren Zeitpunkt Sinn macht – und damit, ob ein potenzieller Kauf durch die Konkurrenz vertretbar ist. Eine allzu enge Beziehung kann dazu führen, dass das Interesse anderer Käufer schwindet und damit der Wert des Startups geschwächt wird.
Die Climate Tech Startups
Vielen Dank für den Austausch!
Carbonfuture bietet eine digitale Infrastruktur, die langlebige CO₂‑Entfernung überwacht, verifiziert und als vertrauenswürdige Carbon‑Removal‑Credits handelbar macht.

CLIMADA Technologies beschleunigt das globale Mindset zur Antizipation von Klimafolgen und die Anpassung daran.

Green Fusion bietet ein KI‑gestütztes Energiemanagementsystem, das Heizungsanlagen in Gebäuden digital vernetzt und optimiert.

Kuori entwickelt biobasierte, biologisch abbaubare und recycelbare Materialien aus upgecycelten Lebensmittelresten wie Olivenkernen und Nussschalen als nachhaltige Alternative zu herkömmlichem Kunststoff.

K51 nutzt High‑Performance‑Computing als „fossilfreien Brennstoff“, indem es die Abwärme seiner Rechenzentren in Gewächshäusern, Hotels oder Industrieanlagen als nachhaltige Wärmequelle einsetzt und so Energieverschwendung reduziert und zur Dekarbonisierung beiträgt.

neustark entfernt CO2 aus der Luft, indem es das Gas aus Quellen wie Biogasanlagen gewinnt und dauerhaft durch Mineralisierung in recyceltem Beton bzw. mineralischem Abbruchmaterial bindet

Oxara entwickelt zementfreie, nachhaltige Baustofftechnologien, die mineralische Aushub- und Bauabfälle in kreislauffähige, umweltfreundliche Baumaterialien verwandeln.

Norm bewertet digital die Energieeffizienz und das Renovierungspotenzial von Gebäuden.

Die Novaris AG entwickelt eine neue Art von leistungsstarken und energieeffizienten Kompressoren, die dank eines innovativen Linearantriebs ohne Reibung funktionieren und dadurch leiser, effizienter und langlebiger sind.

Recoal ist ein Schweizer Climate‑Tech‑Startup, das CO2 aus der Atmosphäre entfernt, indem es Biomasse in stabilen Kohlenstoff umwandelt und dauerhaft unterirdisch speichert.

SeasON nutzt eine spezielle Sorptions‑Speichertechnologie auf Basis von Natronlauge, um erneuerbare Energie im Sommer verlustfrei zu speichern und im Winter nahezu stromlos als Heizwärme bereitzustellen.





























































































